Du bist, was du trägst

Wie Kleidung unser Leben beeinflusst

Frau, Holzzaun, Mode

Anzug, Kostüm oder doch lieber Jogginghose? Keine Frage, Kleidung sagt viel über einen Menschen, seine Persönlichkeit und den sozialen Status aus. Doch Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass unsere Kleidung ein entscheidender Faktor dafür ist, wie wir denken, handeln und wie unsere Mitmenschen uns wahrnehmen. Warum Menschen in Anzügen die klügsten Entscheidungen treffen und die Lieblingsfarbe der Deutschen oftmals etwas anderes ausstrahlt als der Träger denkt.

 

Schriller Paradiesvogel oder doch eher graue Maus? Die meisten haben wohl eine klare Antwort auf die Frage, warum sie sich auf eine bestimmte Art kleiden. Man will seiner Persönlichkeit Ausdruck verleihen oder ein bestimmtes Statement nach außen tragen. Viele wollen auch den neuesten Trends und Moderichtungen folgen, um am Puls der Zeit zu sein. Und bei nicht wenigen Menschen, steht auch einfach nur die Bequemlichkeit der Kleidungsstücke im Vordergrund.

 

Aber laut Wissenschaftlern haben Klamotten einen größeren Einfluss auf unser Denken, Handeln und Fühlen, als wir bis jetzt dachten. Je nachdem in was wir schlüpfen, sind wir selbstbewusster, kreativer, intelligenter oder sogar körperlich stärker.


Hier sind einige Fakten darüber, wie Kleidung uns und unsere Mitmenschen direkt beeinflusst:




1. Menschen in Anzügen treffen die klügsten Entscheidungen

 

Ein Manager und ein Anzug – das gehörte einstmals zusammen wie Banken und Geld. Zumindest bis junge Männer wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg öffentlichkeitswirksam auf den Zweiteiler pfiffen und Jeans, Turnschuhe oder T-Shirts als neue Business-Uniform auserkoren. Doch vielleicht ist dieser Lässigkeitswechsel ein wenig zu unbedacht: Eine Studie aus den USA belegt, dass Männer in Anzügen und Frauen in Kostümen die klügsten Entscheidungen treffen. Forscher der California State University in Northridge haben die Wechselwirkung von Kleidung und Denken untersucht und dabei messbare Auswirkung auf die Weltwahrnehmung der Menschen festgestellt. Im Kernpunkt der Studie stand, dass wer strenge Kleidung trug, auch fähig war, seinen Verstand in eine bestimmte Richtung zu lenken. "Formelle Kleidung bewirkt, dass wir uns mächtig fühlen, und das verändert unsere grundsätzliche Sicht auf die Welt", weiß einer der Studienautoren, Abraham Rutchick, zu berichten.

Denn je formeller sich die Studienteilnehmer anzogen, desto besser konnten sie abstrakte Prozesse erfassen. Und die Fähigkeit zu abstraktem Denken gilt als Schlüsselattribut eines erfolgreichen Geschäftsmenschen. Schließlich muss man zum Beispiel in Finanzfragen einen kühlen Kopf bewahren, anstatt emotionalen Impulsen nachzugeben. Für Mark Zuckerberg ist das allerdings nur zweitrangig. Er selbst sagt aus, dass er mal gelesen habe, dass jede Entscheidung - egal welcher Art - den Menschen anstrenge. Und zu den Entscheidungen gehören eben auch alltägliche Dinge wie das Anziehen von Kleidung. Um geistige Energie zu sparen, trage Zuckerberg deshalb immer dasselbe: graue T-Shirts, Jeans, Sportschuhe. Modegeschmack hin oder her, immerhin muss man dem Kalifornier zugute halten, mit Facebook eines der wertvollsten Unternehmen der Welt geschaffen zu haben. Was die Ehefrau des 31-Jährigen über den Einheitslook denkt, ist allerdings nicht bekannt.

 

Anzug, Geschäftsmann, Kaffee

2. Die Kleidung beeinflusst das Selbstvertrauen

Mode beeinflusst unser Selbstvertrauen – auch wenn sie nicht teuer sein muss. Studien belegen, dass unsere Kleidung einen direkten Einfluss darauf hat, wie kompetent und selbstbewusst wir uns fühlen. Forscher der amerikanischen Kellogg School of Management der Northwestern University haben in einem Experiment herausgefunden, dass diejenigen, die eine weiße Doktorrobe trugen, sich bei durchgeführten Wissenstests besser schlugen, als Studienteilnehmer ohne Robe. Denn eine Doktorrobe wird vor allem mit Ordnung und Intelligenz in Verbindung gebracht. Das dabei der Preis der Kleidung nicht unbedingt eine Rolle spielen muss, bestätigt die größte Markt-Media-Untersuchung über den deutschen Modemarkt aus dem Jahr 2013. Dabei gaben lediglich 4,5 % der Deutschen an, dass teure Marken ihr Selbstbewusstsein stärken würden. Wichtig sei deshalb vor allem nicht, was eine Klamottenmarke aussage, sondern wie sie zum Träger selbst passt. Schließlich scheuen sich nicht einmal Prominente wie Madonna, öffentlich in Jogginghosen aufzutreten.




3. Wie wir uns kleiden, so kommunizieren wir

Unsere Kleidung ist immer ein Ausdruck von Kommunikation – ob wir wollen oder nicht. Denn sogar Personen, die sich bewusst unmodisch kleiden, kommunizieren damit, dass sie sich nicht für Mode interessieren. Denn mit dem was wir uns über den Leib ziehen, teilen wir unseren Mitmenschen mit, wie man uns einzuschätzen kann. Dessen sollte man sich bei der Wahl seiner Kleidung bewusst sein. Denn Verhaltensstudien belegen, dass der erste Eindruck eines Gegenübers zu 60 % Prozent von nonverbalen Signalen wie Kleidung, Aussehen und Körpersprache bestimmt wird. Lediglich enttäuschende 7 % von dem was wir sagen, nimmt unser Gegenüber im ersten Moment auf. Ob man will oder nicht, der Kleidung kommt damit bei der Beurteilung von Mitmenschen also immer eine Schlüsselrolle zu.

Frau, Abendkleid, Holz

4. Bestimmte Farben machen uns sogar körperlich stärker

 

Die Farbe ist der stärkste Kommunikator unter den äußerein Wirkungsfaktoren, denn Farben sprechen laut Psychologen den Verstand und die Emotionen gleichermaßen an. Forscher fanden sogar heraus, dass die Farbe unserer Kleidung einen großen Einfluss auf unsere körperliche Leistungsfähigkeit hat. In einer Studie des amerikanischen Journal of Sport and Exercise Psychology, wurden die Leistungen von Sportlern in jeweils blauen und roten T-Shirts in verschiedenen Übungen getestet. Wer rot trug, schnitt besser bei körperlichen Leistungstests ab und schaffte höhere Gesamtergebnisse. Dies bestätigt auch die Erkenntnis von Farbpsychologen, für die Rot vor allem für Kraft und Dominanz steht.

Allerdings ist Rot laut einer Umfrage von Procter & Gamble aus dem Jahr 2014 für lediglich 7 % aller deutschen Frauen eine Lieblingsfarbe. 25 % bzw. 24,9 % gaben an, dass ihre bevorzugte Farbe bei Kleidungsstücken schwarz oder blau sei. Damit waren sich die Geschlechter bei der Farbwahl weitgehend einig: 39 % der deutschen Männer stehen ebenfalls auf blau oder schwarz (35 %). Immerhin: Wer blaue Kleidung bevorzugt, strebt nach Ausgeglichenheit Ruhe, Treue, Beständigkeit. Schwarz strahlt laut Farbpsychologen hingegen Individualität, Coolness und Mystik aus. Die Farbe Schwarz gibt dem Gegenüber aber auch das Gefühl, das die andere Person unnahbar sei. Kurios: Laut Umfragen ist das aber den meisten Deutschen gar nicht bewusst. Sie wollen eigentlich das genaue Gegenteil mit ihrer Ausstrahlung erreichen und eher offen und symphatisch wirken.


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5. Mode ist eine individuelle Sache

 

Aber egal für welche Farbe man sich entscheidet, Mode und Kleidung ist nicht nur für unsere Persönlichkeit, sondern auch für die deutsche Wirtschaft ein immens wichtiger Erfolgsfaktor. Laut Statistischen Bundesamt beliefen sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland für Bekleidung in den letzten Jahren auf rund 64,3 Milliarden Euro. Für welche Mode sich der Träger letztlich entscheidet, ist für Psychologen auch nicht unbedingt entscheidend. Denn für das eigene Wohlbefinden und die persönliche Zufriedenheit geht es vor allem darum, dass man einen stimmigen Eindruck beim Gegenüber zu hinterlassen und als indiviudelle Person wahrgenommen zu werden. Oder anders ausgedrückt, es geht um den persönlichen Sympathiefaktor.

Individuell ist damit vor allem jemand, der nicht blindlings das trägt, was alle andere anziehen, sondern den Mut hat, zu zeigen, was er gerne mag. Das eröffnet dem Gegenüber die Möglichkeit, den Mitmenschen besser kennenzulernen. Kleidung ist somit eine Visitenkarten des eigenen Charakters. Der Träger sollte sich nur bewusst machen, was er mit seiner Kleidung ausstrahlt. Denn das Äußere sei zugleich ein Aushängeschild der inneren Persönlichkeit. Wer dabei mit sich im Reinen ist, könne auch in jeglicher Lebenssituation Souveränität und Zufriedenheit zeigen. Und damit einen wunderbaren Eindruck in allen Lebenslagen hinterlassen. Egal ob man einen Anzug, Jogginghosen oder ein komplett schwarzes Outfit trägt. Oder wie es der englische Dramatiker Oscar Wilde ausdrückt
e: "Modern ist, was man selbst trägt. Unmodern ist, was andere tragen."

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Sabine (Montag, 22 Februar 2016 14:29)

    Also ich trage immer, was mir gerade passt. Nein, Scherz beiseite. Ich glaube, mein Kleidungsstil hat einen großen Einfluss auf meine Persönlichkeit. Denn so wie man sich kleidet, so sehen einen auch andere Menschen! Und genauso gehen sie auch mit einem um. Wer schmuddelig rüberkommt, zu dem nimmt man doch auch eher Abstand als zu jemand, der schnicke gekleidet ist.

  • #2

    Björn (Montag, 22 Februar 2016 15:32)

    Man zieht sich SCHNIECKE an, wa Sabine?

  • #3

    Anika (Montag, 22 Februar 2016 20:03)

    Ich trage immer das was ich gerade gut finde.. ich gehe auch schon mal mit Schlafanzug einkaufen wenn ich Lust habe... kommt auf meine Laune an...


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