So werden dein Handy und du gelassener im Alltag

Wie man seine digitale Ungeduld überwindet

Mann, Smartphone, Ungeduld

Natürlich können wir nicht mehr ohne Mobiltelefon leben. Aber insbesondere das Smartphone hat unsere alltäglichen Verhaltensweisen in nur wenigen Jahren stark verändert. Das kann auf Dauer anstrengend für Geist und Körper werden. Hier sind ein paar Tipps, wie du entspannter mit deiner digitalen Ungeduld umgehen kannst und dein Alltag sogar noch produktiver wird.

 

Das Handy gehört zu den wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Wie könnte man sich sonst erklären, dass von sieben Milliarden Menschen weltweit, sechs Milliarden ein Handy besitzen – während nur 4,5 Milliarden Menschen Zugang zu einer Toilette haben? In Deutschland allein nutzten laut Statista Umfrage im Februar 2015 rund 45,6 Millionen Personen ein Smartphone. Noch erstaunlicher: 114 Millionen Mobilfunkverträge gibt es in der Bundesrepublik – dabei hat das Land gerade mal knapp über 80 Millionen Einwohner. Aber nicht nur, dass der eigentlich schnöde Kommunikationsgegenstand ein globales Phänomen ist, er beeinflusst auch unser alltägliches Leben und unsere eigenen Gewohnheiten stark.


Werbung


Im Durchschnitt entsperrt ein Mensch 110 Mal täglich sein Handy um Neuigkeiten zu überprüfen – was bei manchen sogar bis zu 900 Mal vorkommen kann. Dadurch ergeben sich völlig neue menschliche Verhaltensweisen. Einer Studie der Universität von Indiana zufolge hatten bereits 89 Prozent der Handynutzer sogenannte Phantom-Vibrationen. Sie dachten, sie würden einen Anruf erhalten oder eine Nachricht bekommen, obwohl das Telefon eigentlich ausgeschaltet war.

 

Der Österreicher Peter Glaser erfand in einem Artikel für die Zeitschrift 'Technology Review' das Kunstwort Sofortness. Kurz umschrieben steht es für die immer größere werdende Hektik unserer Zeit. Dienste oder Informationen sind im Vergleich zu früheren Zeiten viel leichter zu erreichen und vor allem sofort möglich. Fast Food, Coffee to go oder der steigende Anspruch nach Multitasking sind dafür Beispiele. Und vor allem das Handy oder Smartphone 'zwingt' uns quasi dazu, ständig up to date zu sein. Denn schließlich will keiner den Anschluss in dieser hektischen Welt verlieren. Ein Zustand, den Experten wiederum mit dem Begriff digitale Ungeduld umschreiben.

Frau, Smartphone, Ungeduldig

Doch diese Ungeduld hat ihre Schattenseiten. Obwohl es noch keine Langzeitstudien gibt, gehen Wissenschaftler und Psychologen davon aus, dass unser eigenes Empfinden sich langfristig veränderen wird. Wir werden angespannter, aufgeregter und wegen der hohen Anzahl an Informationen auch unaufmerksamer. Und damit erreicht man eigentlich genau das Gegenteil von up to date sein.

 

Hier sind ein paar Tipps, wie du deine digitale Ungeduld einschränken kannst, um entspannter und produktiver zu werden:

 

 

1. Die ersten 30 Minuten deines Tages gehören dir

 

Die Sonne scheint, ein neuer Tag erwartet dich. Doch das Erste, was du machst, ist dein Handy zu checken. Den meisten dürfte das wohl bekannt vorkommen. Um gelassener und effektiver für den kommenden Tag zu werden, würde es allerdings helfen, wenn du die ersten 30 Minuten für dich nutzt und dich sammelst. Ein warmer Kaffee, eine heiße Dusche oder ein nettes Gespräch stimmen dich besser auf die kommenden Stunden ein, als die erste E-Mail oder Facebook-Nachricht des Tages. Denn dein Smartphone wird schon noch früh genug zum Einsatz kommen. Das ist sicher.




2. Beim Gespräch bleibt das Smartphone aus

 

Ironischerweise hat das Kommunikationsmittel Handy unsere Art persönliche Gespräche zu führen völlig verändert. Und damit ist nicht das Sprechen über die Telefonleitung gemeint. Längst gehört es zu den modernen Verhaltensregeln, sein Telefon nicht während einer Unterhaltung zwischen zwei Personen zu benutzen oder kontinuierlich auf das Display zu sehen. Nur halten sich daran nicht alle. Manche werden sogar zunehmend unruhiger und nervöser, wenn sie nicht auf ihren Bildschirm blicken können. Gehörst du zu dieser Personengruppe? Oder bist du nur leicht gefährdet? Denkst du während eines persönlichen Gespräches auch einmal ans Handy? Dann solltest du versuchen, beim nächsten Mal deinen Gesprächspartner damit zu überraschen, dass du dein Smartphone ausschaltest.

 

3. Organisation auch am Telefon

Unsere digitale Ungeduld entsteht vor allem im Kopf. E-Mails, Facebook, WhatsApp und Co. fordern oft fast schon minütlich unsere Aufmerksamkeit. Doch damit nicht genug: Wer sein Smartphone den ganzen Tag nutzt, für den ist die Drosselung des Datenvolumens wie ein Stresszustand. Doch dieses ständige geistige Präsentsein ist vor allem eine Kopf-Entscheidung. Wer sich dafür entscheidet mit Informationen überflutet zu werden, der sammelt auch in seinem Kopf eine große 'Datenmenge' an, die letztendlich jeden irgendwann ermüdet. Abhilfe kann geschaffen werden, indem man seine Handynutzung strukturiert.

Wer oft Probleme mit der Datennutzung hat, dem kann ein den eigenen Bedürfnissen angepasster Handy-Vertrag, wie zum Beispiel bei eteleon.de erhältlich, helfen. Wer ständig Nachrichten verschicken muss, der sollte sich Freiräume am Tag schaffen. So kann man möglicherweise für sich selbst festlegen, nur jede Stunde seine Nachrichten zu lesen. Oder, wer ganz stark ist, kann das Handy auch zu Hause lassen, wenn er aus dem Haus geht, um dann alles digitale zu erledigen, wenn man wieder zurückkommt. Wichtig ist vor allem, sich von der geistigen Bürde freizumachen. Anfangs kein leichter Schritt, der aber auf Dauer einfacher wird.




4. Arbeits- und Privatleben sollten auch mobil getrennt sein


In unserer modernen Arbeitswelt verwischen immer mehr die Grenzen zwischen privatem und beruflichem Leben. Und das Smartphone trägt hier eine nicht unwesentliche Schuld. Schon mit der gesellschaftlichen Etablierung des Mobiltelefons, wurde man quasi rund um die Uhr erreichbar. Doch die technische Entwicklung setzte noch einen drauf: Jetzt können wir rund um die Uhr E-Mails lesen, Nachrichten beantworten, organisieren und planen.

Vor rund 25 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Damals galt noch der Ausspruch, dass der Feiertag heilig sei. Und natürlich ist hier die digitale Ungeduld, die sich mit den beruflichen Anforderungen vermischt, ein weiterer großer persönlicher Stressfaktor. Neben der radikalen Methode, einfach das Telefon nach der Arbeit auszuschalten, empfehlen Experten aber auch die Nutzung eines Zweit-Handys. So können Beruf und Freizeit auch digital getrennt werden und man schafft sich mehr Freiräume in der eigentlich freien Zeit.

Handy, Ungeduld, digital

5. Schaffe dir Tabuzonen

 

In bestimmten, räumlichen Lebensbereichen brauchen wir eigentlich gar kein Smartphone. Beim Autofahren zum Beispiel ist es sogar ordnungswidrig, außer man nutzt eine Freisprechanlage. Beim Schlafen telefonieren die wenigsten und doch schrecken viele in der Nacht hoch, weil das Nachrichtensignal ertönt und man den Ton wieder einmal nicht abgestellt hatte. Und manch einer nimmt das Telefon sogar mit auf das stille Örtchen. Doch muss das sein? Für einige Zeit könnten wir unsere digitale Ungeduld außen vor lassen, wenn wir selbst festlegen, wo wir das Smartphone nutzen und wo nicht. Das Schaffen sogenannter 'handyfreier' Tabuzonen kann zu deutlich mehr Gelassenheit führen.

 

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Spürst du eine eigene digitale Ungeduld oder siehst du mehr die Vorteile deines Smartphones bzw. Handys?


Whatsapp

Artikel zum Thema:








Kommentare: 3
  • #3

    Heike (Dienstag, 08 März 2016 11:44)

    Ich finde das ok mit den Handys. Klar, man guckt schon viel drauf am Tag, aber ich schalte meins ab 18 Uhr immer aus. Dann ist Familienzeit.

  • #2

    Jürgen (Freitag, 04 März 2016 16:18)

    "Im Durchschnitt entsperrt ein Mensch 110 Mal täglich sein Handy um Neuigkeiten zu überprüfen – was bei manchen sogar bis zu 900 Mal vorkommen kann." x-D Das könnte ich sein

  • #1

    Brigitte Gesa (Freitag, 04 März 2016)

    Interessanter Artikel! Stimmt schon, man macht so schon stark von seinem Smartphone abhängig. Aber das sind eben die modernen Zeiten...


Kundenservice

Hilfe und Fragen

Versandkosten Deutschland und Europa

Rücksendung

Zahlungsmöglichkeiten

Zahlungsmöglichkeiten lifaa.de

Versand

Liefermöglichkeiten lifaa.de


Unsere Philosophie

Wir suchen qualitativ hochwertige und innovative Produkte von jungen Unternehmen, aufstrebenden Designern und Künstlern - weil wir das Außergewöhnliche fördern wollen.
Weil wir dich gerne überraschen.

Weil du nur das Beste verdient hast.


Jeder zählt - Folge uns!

Newsletter