"Wir haben uns gesagt: Lieber persönlich als gewöhnlich"

Woodcardz - die magnetische Holzpostkarte

Foto: Haere Mai
Foto: Haere Mai

Woodcardz – das sind lustige, überraschende oder nachdenkliche Motive zum Verschicken, Verschenken und Aufstellen. Zwei der Hamburger Jungs, Tarik und Nell (Wer steckt hinter Woodcardz?), stellten sich den Fragen von lifaa.de: Warum man auf die Idee kommt, Postkarten aus Holz herzustellen, aus welchen Alltagssituationen man Inspiration zieht - und was passiert, wenn sich jemand mal von einem Motiv beleidigt fühlt ...

Wie kommt man auf die Idee "Holzpostkarten" herzustellen?


Tarik:
Wir verkaufen unsere Sachen seit Anfang an – früher Möbel jetzt Postkarten – immer direkt auch an den Endkunden. Ganz klassisch eigentlich. Die Postkarten sind dadurch entstanden, dass wir unser eigenes Logo direkt auf Holz machen wollten. Wir haben ein paar Verfahren ausprobiert und dann einfach mal ein paar Karten ausgestellt. Dann kam auf einmal eine überwältigende Nachfrage: Ob wir auch Geburtstagskarten hätten oder etwas für Hochzeit. Jetzt haben wir über 300 Motive – und viele Sparten noch gar nicht bedient.


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Weshalb diese Leidenschaft für Holz?



Tarik:
Ich finde Holz schön! Ich lebe in einer Altbauwohnung und bin jeden Tag fasziniert, wenn ich über meinen Holzfußboden laufe. Und es ist vor allem auch toll zu bearbeiten.

Nell:
Ich fühle mich sehr verbunden mit Holz – schon in der Schulzeit habe ich viel mit dem Material gemacht. Wenn ich könnte, würde ich noch einmal Tischler lernen. Vor allem aber stand der Upcycling-Gedanke im Vordergrund (lifaa: Beim Upcycling werden Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt) – weshalb wir zuerst Möbel an Ständen verkauften. Aber die Leute nehmen im Vorbeigehen eher weniger Möbel mit – im Gegensatz zu Postkarten. Aber Woodcardz soll nicht nur allein Karten umfassen – wir machen unter dem Begriff weiterhin alles, was mit Holz zu tun hat.

Tarik: Wir sind immer
darauf bedacht, dass alles die gleiche Qualität hat. Wir wollen die Leute beeindrucken. Deswegen nehmen wir für jedes 'Sample' aus denen die Karten gemacht werden, immer nur hochwertiges Holz. Qualität ist einfach das Wichtigste.

Foto: Haere Mai
Foto: Haere Mai

Man hört den Gründergeist bei euch heraus ...



Nell: Ja, ich sehe ein Problem und muss gleich dafür die Lösung finden ...

Tarik:
Wir haben einfach so viel Energie und Ideen. Wir kommen morgens um 9 Uhr und gehen nachts um 3 wieder hinaus - um dann am nächsten Tag wieder um 9 Uhr anzufangen. Da gibt's kein: Ich bin müde. Du bist dann in einem 'Flow' und sagst, ich kann noch eine Karte machen. Und dann ist es wieder 3 Uhr und du hast 10 Karten gemacht ... Aber man ist dann auch sehr stolz auf sich. Wenn man dahinter steht, dann sieht man das auch am Produkt.


Obwohl Woodcardz schon ziemlich erfolgreich ist, verkauft ihr immer noch an Wochenenden an Ständen ...



Tarik: Man muss wissen, wo man herkommt. Wir brauchen die Resonanz - auch wegen unserer Designs. Du kannst 200 Designs machen, die in den Einzelhandel bringen – und merken: Läuft nicht. Hast du aber zwei bis drei Karten an deinem Stand, die gar nicht beachtet werden, weißt du, ok die nehme ich beim nächsten Mal nicht mehr mit.

Nell: Die Leute stehen auch einfach da und lachen. Daran merkst du am Besten, was funktioniert und was nicht. So halten wir auch immer die Verbindung zu unseren Kunden.


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Ihr produziert selbst in Hamburg?


Nell: Ja, manchmal sagen Leute: Eure Produkte kommen doch aus China ...

Tarik:
Deswegen habe ich einmal gesagt: Du schickst mir ein Bild per E-Mail, ich schicke das nach China, die machen die Holzpostkarte fertig und schicken mir das zurück. Und übermorgen kannst du die Karte in deinem Briefkasten finden. Dann kam: Wirklich? Und ich: Ne, natürlich nicht! Wenn man dann sagt, dass man alles selbst macht, sagen die Menschen oft erstaunt: Echt?! Viele glauben es nicht - aber es ist wirklich so.

Wie kommt ihr eigentlich auf die Ideen für Motive?

Nell: Ich habe für mich festgestellt, dass ich alles aus dem Alltag in mir aufnehme ... Karten entstehen durch Situationen - weil etwas Lustiges oder Nicht-Lustiges passiert. Und dann habe ich ein Bild im Kopf.

Tarik: Wie bei unserer Karte, "Das Alter ist unwichtig, außer du bist ein Käse"

Nell: Den Spruch kennen einige, aber so wie wir es umgesetzt haben, verstehen es viele besser. Und die können dann auch darüber lachen.

Es gibt aber auch nicht nur lustige Karten, sondern auch ernste ...


Nell:
Da gibt es eine Art Motivationskarte "Jeder Tag...". Tarik hat diese entworfen – als er an dem Tag nicht so gut drauf war ... Aber eine lustige Geschichte passierte, als wir merkten: Aha, so funktioniert es …

Wir sitzen meistens noch abends im Büro und arbeiten. Der Dritte im Bunde, Darius, kommt immer so gegen 20 Uhr - weil er arbeitstechnisch noch eingespannt ist. Er geht dann aber auch schon um 22 Uhr. Tarik und ich, sind von morgens bis nachts hier. Aber Darius muss ja gehen, weil er morgens wieder arbeiten muss ...

Tarik:
Und er kommt rein und meint: Jungs, auch schon da? Los geht's mit Arbeit... Und ein wenig später: Also Jungs, ich muss wieder los ...

Nell: So entstand die Karte: „Du bist Boss, wenn du später kommst und früher gehst“ Weil wir Darius damit immer gerne aufziehen.

Was passiert, wenn jemand ein Motiv oder einen Spruch auf euren Karten nicht gut findet?

Tarik: Ja, ist uns schon oft passiert. Auf unserem ersten Flyer war eine Karte mit 'Fuck Salad' drauf. Gerade in Berlin, Charlottenburg merkten wir, dass das einige aufgrund ihrer persönlichen Einstellung das nicht so toll fanden ... Wir haben deshalb auch eine Karte für Veganer gemacht.

Nell: Über Geschmäcker lässt sich einfach streiten ...

Tarik: Ich bin auch der Meinung, dass man nicht eine ganze Firma ablehnen sollte, weil sie eine Karte im Sortiment hat, auf der 'Fuck Salad' steht.


Nell: Und es ist ja nie böse gemeint, was wir machen.

Tarik: Wir sind zum Beispiel auch bemüht, jeweils immer eine Frauen- und eine Männer-Karte zu machen. Und nicht nur auf einem Geschlecht rumzureiten. Wir versuchen immer, die Waagschale zu halten.


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Warum zeigt ihr euch nicht so gerne öffentlich?



Tarik: Viele posten heutzutage ihre Fotos auf Facebook und stellen sich gerne dar. Aber das ist nicht das, was wir wollen. Wir möchten das Woodcardz für sich steht - und nicht für einzelne Personen.


Zum Abschluss: Warum brauche ich eine Postkarte aus Holz? Was ist das Innovative daran?



Nell: Es ist nicht nur eine Postkarte – es ist DIE magnetische Holzpostkarte. Postkarten aus Holz gibt es schließlich schon seit dem 19. Jahrhundert.

Tarik: Und damals wurden die auch schon ohne Probleme per Post verschickt.

Nell: Wir haben uns von Anfang an gesagt: Lieber persönlich als gewöhnlich. Du hast heute Facebook, Twitter, Whatsapp – wenn du kommunizieren willst, machst du dies digital. Aber dieses Persönliche - man verschickt eine Karte, man freut sich, weil man im Briefkasten etwas hat ... Das ist komplett verloren gegangen. Wir wollen die Leute wieder dazu bewegen, persönlicher zu werden. Und das bekommst du mit einer normalen Postkarte nicht mehr hin. Durch den Magneten oder unser mitgeliefertes Aufstellsystem landet die Karte auch nicht in der Schublade – sondern man kann sich immer wieder daran erfreuen.


Wer steckt hinter Woodcardz?


Tarik
ist 29 Jahre alt und der Organisator im Team. Der Hamburger kam über Umwege in die Kreativ-Branche und eine eigene Firma mit Werbeartikeln – bis er Nell Ramirez traf.

Nel
l Ramirez, 32, gelernter Grafik-Designer. Er ist der Zeichner, Gestalter und Créateur im Team der 'Holz-Jungs'.

Zusammen gründeten sie mit dem Dritten im Bunde - Darius, 32, der als gelernter Logistiker für den Ablauf der Produktion und für den Versand verantwortlich ist
Woodboys. Ein Upcycling-Projekt für Möbel – weil sie gerne mit Holz arbeiteten und 'etwas machen wollten'. Quasi nebenbei stellten die 'Holz-Jungs' fest, dass ihre Kreativität auch in Form von Postkarten hohen Anspruch findet: Woodcardz war geboren.

 


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