Lukrative Wertstoffe - mit Schrott Geld verdienen

von Nele Nikolaisen

Schrott, Geld verdienen, Eisenräder, rostig

Immer wieder stoßen Menschen beim Hausausmisten auf eine wahre Goldgrube – und die meisten wissen es nicht einmal: Beim Blick auf die alten Kupferbleche und Bleirohre aus Omas Zeiten siehst du dich wahrscheinlich schon genervt zum nächsten Schrottplatz fahren. Wie wäre es stattdessen, wenn jemand zu dir nach Hause kommt, deinen "Schrott" abholt und dich auch noch dafür bezahlt? Unmöglich? Das kommt darauf an, was genau in deinem Keller lagert. Nele Nikolaisen zeigt dir, welchen Schrott du zu Geld machen kannst.

Recyceln statt Wegwerfen: Der neue Wert von Rohstoffen

 

Nachdem sich in den letzten Jahrzehnten ein Bewusstsein dafür entwickelt hat, dass die Ressourcen unseres Planeten nicht unerschöpflich sind, beginnen nun auch Handel und Industrie umzudenken. Als logische Schlussfolgerung werden die Rohstoffe, die bereits in Umlauf sind, möglichst effizient verwertet – und das wiederum bedeutet: Sie werden nicht mehr weggeworfen, sondern recycelt.

 

Für Privatleute und findige Unternehmer ist das ebenfalls eine gute Nachricht. Denn da bestimmte Rohstoffe immer rarer werden, schnellen die Schrottpreise in die Höhe – und daran können alle mitverdienen.




Hot or not: Lukrative Wertstoffe vs. Schrott


Beim Recycling handelt es sich in der Regel um ein sogenanntes „Downcycling“, was bedeutet, dass aus dem Ausgangsstoff immer ein Produkt niedrigerer Güte wird. Das heißt naturgemäß auch, dass Metalle und speziell Metalllegierungen, in denen der Wertstoff bereits stark verunreinigt ist, normalerweise nicht mehr recycelt werden. Dieser Schrott wandert dann tatsächlich nur noch in die Tonne. Anders sieht es mit folgenden Materialien aus, nach denen sich sowohl Schrotthändler als auch Recyclinghöfe die Finger lecken:

  • Kupfer: Immer wieder wird davon berichtet, dass große Mengen Kupferblech von Baustellen gestohlen werden – und das ist kein Wunder. Reines Kupfer (gewonnen aus Kupferblech, Kupferkabel, Hartkupfer oder Kupfergranulat) erzielt Preise zwischen 3300 und 4750 Euro pro Tonne.

  • Aluminium: Bei Aluminium kommt es auf die Reinheit an. Während der reine Wertstoff bei ca. 900 Euro pro Tonne liegt, sind Aluminium-Mischkabel nur etwa 190 Euro pro Tonne wert.

  • Blei: Blei gehört zu den Wertstoffen, die normalerweise nur noch in alten Baumaterialien gefunden werden, da das Schwermetall heute so gut wie nicht mehr verwendet wird. Alte Bleiplatten, -rohre, -kabel oder -batterien werden aber immer noch mit etwa 500 Euro pro Tonne vergütet.

  • Nirosta / rostfreier Stahl: Der Bedarf der Industrie an rostfreiem Stahl ist quasi unersättlich, weshalb eine Tonne des Materials derzeit etwa 1000 Euro wert ist.
Auto, überwachsen, rostig, zerfallen, verlassen

Wenn du dich genauer über die lukrativen Schrottarten informieren oder derzeitige Gewinnspannen einsehen möchtest, kannst du das hier im Schrottlexikon tun. Hier werden alle lukrativen Wertstoffe erfasst und die Preise laufend aktualisiert.


Schrotthandel: Kann ich da überhaupt mitmachen?

Deine Familie muss keine Vergangenheit im Baugewerbe haben, damit du beim Ausräumen des Hauses Schrott findest. Vor allem Edelmetalle wie Aluminium, Kupfer, Stahl und manchmal sogar Silber und Gold finden sich nämlich auch in Elektronik- (Handys, PCs, Waschmaschinen etc.) und Kabelschrott.

Letzteres ist zum Beispiel interessant, wenn du in deinem Haus neue Leitungen und Kabel verlegen lässt und nicht weißt, was du mit den alten machen sollst. Normalerweise kommt natürlich trotzdem keine Tonne Schrott zusammen, wenn du deinen Keller oder Dachboden aufräumst – aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Du musst nur wissen, wie du dabei am besten vorgehst. Wenn du deinen Schrott beispielsweise in den Kofferraum lädst und zum nächsten Recyclinghof bringst, freuen sich die Betreiber zwar, aber sie werden dir nichts zahlen. Wenn du Pech hast, musst du sogar draufzahlen. Ähnlich unvorteilhaft ist der Verkauf über das Internet, da du die Versandkosten in der Regel selbst tragen musst. Und das lohnt sich nur dann, wenn du eine kleine Menge eines sehr wertvollen Edelmetalls wie zum Beispiel Gold verkaufen möchtest.


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Anders sieht es beim Schrotthändler aus: Hier kannst du deine Wertstoffe entweder direkt abgeben oder, sollten es größere Mengen sein, auch abholen lassen. Ein Tipp: Wenn du dem Händler einen Haufen unsortierten „Müll“ zeigst, wird er dir einen Fixpreis für Mischschrott anbieten. Dieser Preis ist jedoch deutlich geringer als das, was du für die reinen Metalle bekommst. Wenn du also eine gewisse Menge beisammenhast, dann lohnt es sich durchaus, vorher zu sortieren. Auf diese Weise zahlt der Händler für jedes „Häufchen“ extra.

 

Und wenn du schon beim Ausmisten bist, dann kannst du dich direkt erkundigen, ob der Händler vielleicht auch andere Dinge abnimmt. Viele Schrotthändler kaufen nebenbei nämlich auch Altkleider oder sogar Altpapier an – auf diese Weise schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.


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