Wie wir von Reichen das Geld verdienen lernen

Hafen, Yacht, Reichtum

 

'Von reichen Leuten lernt man das Sparen' - wie jedes Zitat, enthält auch diese Weisheit viel Wahres. Denn es ist kein Zufall das manche Menschen reich werden und andere in Armut versinken. Wohlhabende Menschen haben sich bestimmte Verhaltensweisen angeeignet, die sie von anderen unterscheiden. Was wir von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad, Red Bull-Hersteller Dietrich Mateschitz, Apple-Chef Tim Cook und anderen Superreichen lernen können.


Nicht alle wollen steinreich werden, aber jeder hätte wohl gerne finanzielle Sicherheit. Denn Geld macht vielleicht nicht glücklich, aber es macht zumindest weniger traurig. Ob man arm wie eine Kirchenmaus oder reich wie Rockefeller wird, hängt aber vor allem von der eigenen Einstellung ab. Und die beginnt im Kopf. Wie man seine Einstellung ändern oder aufbaut, dass machen uns Selfmade Millionäre und Milliardäre schon seit vielen Jahren vor. Als Vorbild taugt hier aber nicht die Generation Erbe – denn von Verwandten bekommen kann eigentlich jeder, der eine betuchte Familie hat. Aus dem Nichts ein Vermögen schaffen ist jedoch eine weitaus größere Leistung.

Deswegen sind hier einige Verhaltensweisen und Geld Spar Tipps von Superreichen, die auch dir helfen können, deine Finanzen in Griff zu kriegen:

 

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1. Reiche Menschen sparen Geld

Der wohl offensichtlichste Punkt – aber gleichzeitig nicht besonders logisch. Denn wenn ich reich bin, warum muss ich dann Geld sparen? Weil Geld die Eigenschaft hat, uns völlig einzunehmen. Mit Geld kommen meistens Sorgen, weil man zwar seinen Reichtum erhalten will, aber gleichzeitig viel ausgibt. Oder man wird gierig. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Mit steigendem Budget erhöht sich auch der Lebensstandard und man gewöhnt sich schnell an den Luxus von ausgeprägten Shopping-Trips, exotischen Reisen oder teuren Restaurantbesuchen.

Sehr reiche Menschen sind allerdings sparsamer als die meisten von uns denken. Der Ikea-Gründer Kamprad, aufgrund seines Wohnsitzes lange Jahre als einer der reichsten Schweizer galt, bezeichnet sich selbst als Geizhals und Schnäppchenjäger. Der 89 Jährige hat statt einem Fuhrpark an Luxus-Autos, nur einen alten Volvo in der Garage stehen. Und s
einer verstorbenen Frau Margaretha soll er zu Weihnachten einmal lediglich ein Abo der Lokalzeitung geschenkt haben. Selbst beim Bäcker wird Kamprad zum Sparfuchs und ergattert sich oft kurz vor Ladenschluss ein Brot zum halben Preis. Sein guter Geschäftssinn aber auch sein Hang zu Geiz haben dem als schrullig geltenden Schweden den Aufstieg seines Weltkonzerns Ikea ermöglicht. Forbes schätzt sein Privat-Vermögen auf 23 Mrd. US-Dollar.

Reich, Frau, Asiatin

2. Reiche Menschen legen ihr Geld an

Es gibt viele Wege Geld anzulegen: Immobilien, Aktien, Gold und vieles mehr. Menschen waren schon immer kreativ, wenn es darum ging, ihren Reichtum zu vermehren. Welche Methoden die sinnvollsten sind, darüber streiten sich Anlageberater und Banker schon seit Erfindung der Münze. Doch Fakt ist, dass selbst ein Sparkonto mit 0,005 % Zinssatz das Vermögen mehrt und es nicht verkleinert.

Wer sein Geld für teure Luxusgüter ausgibt, dem rinnen die Moneten leider genauso schnell durch die Finger, wie sie sauer verdient wurden.

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 3. Reiche Menschen investieren ihr Geld


Geld muss genauso arbeiten wie man selbst. Personen, die finanziell abgesichert sind, nutzen das überschüssige Budget um mehr Reichtum zu erlangen. Das können Investitionen in Geschäftsideen sein, der Kauf von Firmenanteilen oder die Gründung von neuen Firmen.

Der reichste Österreicher, Dietrich Mateschitz, hat dieses System zur Grundlage seines Weltimperiums gemacht. Mateschitz, dessen Vermögen auf 10,8 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, hält über die Distribution & Marketing GmbH 49 Prozent der Anteile am Energy-Drink-Hersteller Red Bull GmbH – der wohl bekanntesten Marke des Unternehmers. Die Distribution & Marketing GmbH Investments unterteilt sich zusätzlich in eine Bau-, Gastronomie-, Golfplatz-, Kaffe- und einige weitere Firmen.

Red Bull ist vor allem auch durch das ausgefeilte Marketing-Konzept bekannt, dass die Austragung von Flugrennen, die Führung von erfolgreiche Formel-1-Teams und internationalen Fußball-Vereinen und dem Fernsehsender ServusTV beinhaltet.

Mateschitz gilt vor allem als begnadeter Marketing-Spezialist. Bevor er mit 40 Jahren die Red Bull GmbH gründete, war er als Handelsvertreter für Jacobs Kaffee und im Marketing des Zahnpastahersteller Blendax tätig. Die Zuckerbrause der Roten Bullen ist auch keine Eigenerfindung. Es handelt sich um eine Abwandlung der Rezeptur des thailändischen Krating Daeng. Das Erfrischungsgetränk ist heute Weltmarktführer bei Energy-Drinks und Red Bull die bekannteste österreichische Weltmarke. Grundlage des unglaublichen Erfolges ist Mateschitz Mut, in immer neue Geschäftsideen zu investieren.

 


4. Schulden zahlt man zurück

Ein Lannister zahlt immer seine Schulden“, ist der Wahlspruch der reichsten Familie im Königtum Westeros aus der US-Serie Game of Thrones. Dass es einen Unterschied zwischen Fiktion und Realität gibt, beweist im großen Maße das ehemalige Königreich Griechenland. Ökonomen plädieren für einen Austritt aus der Europäischen Union oder gleich mit der Staatsbankrott Erklärung und halten sogar die Ausrufung eines Notstandsgebietes für möglich. Denn wer einmal in der Schuldenfalle steckt, der kommt dort nicht mehr so leicht wieder heraus.

Was im großen Rahmen für Länder gilt, ist bei Privatpersonen nicht anders. Denn Schulden haben eine unangenehme Eigenschaft: Sie lassen das eigene Geld schrumpfen. Zwar bekommt man mit einem Kredit einen großen Betrag, mit diesem sind aber auch oft horrende Zinsen verbunden. Hat man sich erst einmal Geld geliehen, ist man oft doppelt so lange mit dem Abzahlen beschäftigt. In dieser Zeit fällt es schwer neue Investitionen zu tätigen – man dreht sich im Kreis.

 

Griechenland, Ampitheater, Sonnenuntergang

5. Superreiche achten auf ihre Gesundheit

Sieben Millionen Dollar in einer Minute kassierte Floyd Mayweather jr. in demzum Jahrhundertkampf hochgejubelten Duell gegen Manny Pacquiao – insgesamt etwa 250 Millionen Dollar. Nach 12 Runden und 36 Minuten war am 2. Mai 2015 in Las Vegas der Boxkampf entschieden. Sport ist heutzutage lukrativ: Lionel Messi, Argentiniens Fußballstar beim FC Barcelona,verdiente 2015 56,3 Millionen Dollar. Sein Konkurrent Cristiano Ronaldo von Real Madrid kommt auf 50,2 Millionen Dollar. Bestverdiener unter den deutschen Sportlern ist der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit 50 Millionen Dollar.

Natürlich ist für Sportler der Körper das Kapital, weshalb sie ganz anders mit sich umgehen als Durchschnittsmenschen. Doch auch hieraus lässt sich lernen. Denn in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist – und Finanzplanung benötigt einen gut funktionierenden Verstand. Man erreicht selten großen Erfolg, wenn einem die eigenen Grenzen zurückhalten. Nur wer gesund ist, kann viel denken, neue Wege finden. Wer die Zeit beim Arzt oder im Krankenhaus verbringt, muss selbst Kosten aufbringen, anstatt Geld zu machen. Deshalb achten reiche Menschen auf ihre Gesundheit und propagieren einen gesunden Lebenstil.


6. Laster kosten Zaster

Reiche Menschen sind nicht nur mehr auf ihre Gesundheit bedacht, sie pflegen meist auch einen geordneten Lebenswandel. Denn um ein Ziel erfolgreich zu erreichen, braucht man Disziplin. Und schlechte Angewohnheiten kosten Geld. Viele erfolgreiche Geschäftsleute trinken wenig Alkohol oder vermeiden Zigarettenkonsum.

Auch Ausschlafen steht bei den Wenigsten auf der Agenda. Viele erfolgreiche Gründer der deutschen Start-up-Szene starten ihren Tag um 4 Uhr morgens – um zu joggen oder Fahrrad zu fahren, bevor sie ins Büro gehen.

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7. Reiche Menschen haben (k)einen Plan

Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Dazu gehört der einfache Haushaltsplan, aber vor allem auch sich Ziele und Visionen zu setzen, die nichts mit Geld zu tun haben.

Denn wer sich selbst ein Bestreben vor Augen führt, der kann auch seine Finanzen in Griff kriegen. Wenn man sich vornimmt, in einem Jahr 100.000 Euro zu verdienen, dann kann das zwar unrealistisch sein, aber man wird mehr Geld generieren, als wenn man auf nichts hinarbeitet.

Reiche Menschen halten deshalb auch im Haushalt einen Finanzplan ein – egal ob es um den Kauf von Butter oder dem einer Jacht geht. Google-Mitgründer Sergey Brin achtet beim Einkaufen immer genau auf den Preis und lässt trotz seines Vermögens von 30,5 Milliarden Dollar beim Essen nichts auf seinem Teller liegen. Jan Koum, WhatsApp-Gründer und 56,8 Milliarden schwer, lebte früher von Lebensmittelmarken und ist heute noch dafür bekannt, sich keine einzige Flug-Bonusmeile entgehen zu lassen.

Und oftmals sind die Superreichen aber auch bescheidener als wir denken – und eigentlich gar nicht daran interessiert noch mehr Geld zu verdienen. Mark Zuckerbergs Interessen sind laut seiner Facebook-Seite: 'Begierden beseitigen' und 'Minimalismus'. Der L.A. Times sagte er, dass er eine Aversion gegen den Schnickschnack des Wohlstands habe. Wie Ikea-Gründer
Kamprad fährt der Facebook-Chef ein einfaches Auto: Einen Golf GTI. Und Apple-CEO Tim Crook meint, das Geld ist keine Motivation für ihn sei.

Geld sparen fängt somit zu erst im Kopf an. Denn wer nicht unbedingt jederzeit an Geld denkt, dem fällt es vielleicht leichter, sein Vermögen zu mehren.

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Kommentare: 1
  • #1

    Tanja L. (Freitag, 10 Juli 2015 17:03)

    Vieles von dem, was hier geschrieben steht, versuchen wir auch in unserem Alltag umzusetzen. Coupons beim ERinnkaufen, auf Sonderangebote achten oder Geld sinnvoll anlegen. Nur das mit dem früh Aufstehen will nicht so recht klappen. Die Tipps an sich sind aber gut, leider leben zu viele Menschen über ihre Bedürfnisse. Wir gönnen uns in bestimmten Bereichen einen gewissen Luxus, da es auch nichts bringt, auf alles zu verzichten, aber man muss wissen wofür man sein Geld ausgeben will und ob es das einem eventuell wert und möglich ist, Schulden zu machen (und diese auch zurückzuzahlen).